Polynesien 2018

Reise „Down Under1. Australien, 2. Neuseeland - Südinsel, 3. Neuseeland - Nordinsel – Fotos bei flickr und bei Facebook

4. Polynesien 11. Mai – 27. Oktober 2018

1. Tahiti – 2. Nuku HivaUa Pou - 3. Nuku HivaHiva Oa - 4. FatuivaTahuata - 5. Hiva Oa –Tahiti – Moorea - 6. Rangiroa - 7. Tahiti – 8. Rurutu - 9. Tahiti

10. Moorea – 11. Raiatea – 12. RaiateaTahaa - BoraBora- 13. Huahine - 14. Second SummitBoraBora - 15. Aitutaki – Palmerston - 16. Niue - 17. Niue - Auckland

 

1. Tahiti, 11. - 15. Mai 2018 + 28 Fotos

Den 11. Mai erlebte ich durch die Überquerung der Datumsgrenze in Tahiti ein zweites Mal. Ich landete um 1.30 Uhr, fand ein Sammeltaxi und erreichte die Mahana Lodge, wo man mich erwartete, um 2.30 Uhr. Nachdem ich am Flughafen schon Geld vom Automaten bekommen hatte, kaufte ich am Vormittag eine Simkarte und Brot und erkundigte mich bei Tahiti Air nach Flügen zu den Marquesas. Mittags telefonierte ich mit Anne aus Papara, die sich über Couchsurfing bereit erklärt hatte, mich zu beherbergen, und sie holte mich in Papeete ab. Am Nachmittag durfte ich ihren Dacia benutzen und so umrundete ich, ihrem Rat folgend die Hauptinsel. Von Uruera aus hatte ich einen schönen Blick auf die östliche Halbinsel, ebenso von Tautira. Durch die Täler konnte ich steile Berge sehen und in Faarumai ging ich zum großen Vaimahuta-Fall (der Weg zu den anderen Wasserfällen war gesperrt). Samstag brachte mich Anne zum Hotel Meridian, von wo ich mit anderen Gleitschirmfliegern zum Startplatz von AirEvasion gebracht wurde. Der Blick zur Nachbarinsel Morea ist von dort besonders schön, aber der Nordwind war kaum berechenbar und bis auf einen jungen Piloten traute sich keiner, zu starten. Als die anderen wieder herunter fuhren, wanderte ich noch über eine Stunde aufwärts, der Weg endete dann in einer verlassenen Bananenplantage und war steil und matschig. Ich ging wieder hinunter, am Startplatz war der Wind mittags besser, aber am Landeplatz zu stark. Nach einem reinigenden Bad in der Lagune (mit starker Strömung) fuhr ich per Anhalter zurück nach Papara. Da Anne mit ihrem Sohn Louis-Marie beim Fecht-Wettbewerb war (er kam ins Finale und wurde Zweiter), warf ich nur meinen Gleitschirm über die Mauer und fuhr per Anhalter zur Grotte Maraa, wo ich kurz ins erfrischende Wasser stieg. Einheimische brachten mich zum hervorragend restaurierten 'Ārahurahu Marae. Per Bus fuhr ich zurück nach Papara. Am Sonntag fuhren wir zu den Gleitschirmfliegern, denn Louis-Marie hatte sich zu einem Tandemflug angemeldet. Diesmal gab es ein wenig Rückenwind, es starteten 2 Tandems, aber bald setzte leichter Regen ein und wir brachen ab. Im Hotel Meridian sah ich einen Flügel bei dem einige Saiten fehlten und etliche rostig waren, er sollte eben doch nicht dauerhaft draußen stehen. Am Nachmittag hatte ich nochmals das Auto zur Verfügung und fuhr in mehrere Täler hinein. Im Vallee Vaihiria kam ich fast bis zum Lac Bleu. Auf der Rückfahrt nahm ich 2 wandernde Frauen mit und lernte so Martine kennen, eine Gambistin, die von den Schwierigkeiten erzählte, die Streichinstrumente mit dem tropischen Klima haben. Am Montag brauchte ich morgens mit dem Bus staubedingt fast 2 Stunden nach Papeete. Auf dem Weg zum Hafen kam ich an La Boutique du Piano vorbei, wo ich nach einem vergeblichen Versuch, im Büro der Aranui eine günstige Passage zu den Marquesas zu bekommen, eine Stunde auf einem Yamaha und einem sehr guten Grotrian-Flügel spielte. Anschließend bekam ich (nach Schlange stehen und Passfoto besorgen) bei Air Tahiti für Mittwoch einen ermäßigten Flug nach Nuku Hiva. Auf der Suche nach einer Aufbewahrungsmöglichkeit für meinen Gleitschirm war ich noch im Flughafen, bevor’s wieder zurück nach Papara ging. Dienstag fuhr ich mit Anne, die in der Uni (wo sie auch unterrichtet) etwas abgeben musste, in Papeete und wir brachten den Gleitschirm zu Martine, die ihn für mich verwahrt. Mittags war ich dann beim Musikunterricht in Papara, spielte am Clavinova etwas vor und beantwortete Fragen der Schüler. Am Nachmittag fuhr ich per Bus nach Faa’a, wo ich ein Airbnb gebucht hatte um am nächsten Morgen früh am Flughafen zu sein. Als ich einen Chor hörte ging ich dort zur Probe bei den Protestanten. Gesungen wurde aus amerikanischen Noten mit ins Tahitische übersetzten Pfingsttexten. Am 16. war ich früh genug beim Besteigen der Turboprop-Maschine um einen Fensterplatz auf der rechten Seite zu bekommen und konnte schöne Fotos machen.

 

2. Nuku HivaUa Pou, 16. - 25. Mai 2018 + 99 Fotos

Am 16. Mai kam ich nach schönem Flug in Nuku Hiva an. Die Landung war bei starkem Seitenwind problematisch: Nach dem ersten Aufsetzen startete der Pilot durch, beim 2. Anflug setzte er nicht zur Landung an, aber der 3. Versuch war gut. Nach Mittagessen im Flughafenrestaurant ließ ich mich zum über 1200m hohen Pass bringen. Leider waren die Berge aber so zugewachsen, dass ich nicht nennenswert wandern konnte. Ich erlebte einen schönen Sonnenuntergang, zeltete gut, aber am nächsten Morgen war ich von Wolken umhüllt. Nachdem ich an der Straße Wildpferde getroffen hatte, ging ich ein Stück hinunter und nach einer Stunde kam ein Lieferwagen, der mich nach Taiohae mitnahm. Ich konnte bei Rose (früher die beste Anlaufstelle der Segler, aber nun sehr alt und kaum noch aktiv) mein Gepäck abstellen, modifizierte meinen Anschlag „Heading Tahiti“ und hing ihn an mehreren Stellen aus. Da ich keine günstige Unterkunft fand, zeltete ich an den Ruinen des Forts, unterhalb des neuen Denkmals. Am Abend lernte ich einen Amerikaner kennen, der mit viel Zeit segeln + tauchen und Tahiti erst im Dezember erreichen will. Am 18. wollte ich nach Hakaui und zum Vaipo-Fall wandern, fand aber nicht die richtige Abzweigung und kam hoch im Gebirge zu einer im Bau befindlichen Hütte, von der ich auf Forstwegen zur Hauptstraße kam. Dort konnte ich bei deutschen Seglern auf der Ladefläche nach Taiohae mitfahren. Am 19. setzte ich morgens zur Ketsch des Amerikaners über, ging nach langem Gespräch durch den Ort, schwamm und spielte mit einheimischen Jugendlichen Federball. Pfingstsonntag besuchte ich die Messe mit Firmung in der Kathedrale. Anschließend wurde ich von einer deutschen Immigrantin nach Taipivai mitgenommen. Dort bekam ich im Lebensmittelgeschäft eine Pampelmuse geschenkt. Ich aß sie dort direkt und unterhielt mich lange. Weiter ging’s als Anhalter nach Hooumi mit Kapelle + Grotte. Von dort ging ich mit einem Franzosen zum Strand, wo ich badete. Zurück wurde ich bis Taipivai mitgenommen, nach einer halben Stunde Wanderung hielt dann ein Pickup in dem 4 Katecheten fuhren, die Pfingstmontag in der Kathedrale eine ganztägige Pfingstkatechese halten. Mit ihnen fuhr ich durch herrliche Gebirgslandschaft nach Hatiheu, wir hielten am Aussichtspunkt und besichtigten ein großes Meae mit alten Bäumen, besichtigten die Kirche und sie machten mit einer Drohne Fotos von der auf einem 200m hohen Felsen stehenden Madonna. Auf der Rückfahrt trafen wir in Taipivai den Bischof, mit dem ich mich unterhielt und der mich dann nach Taiohae mitnahm. Am 21. Mai segelte ich mit Cecile & Joni (und 3 weiteren Gästen) nach Hakahetau auf der 40 km südlich gelegenen Insel Ua Pou. Wie fast immer, steckten die Gipfel der berühmten Pics in den Wolken. Nachdem ich mein großes Gepäck bei einer Familie zur Aufbewahrung abgegeben hatte, gelang es mir, per Anhalter die lange holperige Straße zum Hauptort Hakahau mitgenommen zu werden. Da der Pfingstmontag Feiertag ist, war alles geschlossen, aber am Strand traf ich eine Familie, die mich zum Essen einlud. Für den Rückweg musste ich etwas länger auf eine Mitfahrgelegenheit warten. In Hakatehau baute ich mit Sonnenuntergang mein Zelt am Hafen auf und ging noch auf ein Bier und eine Stunde Internet ins Restaurant. Am 22. ging ich das Tal hinauf zu Manfred, einem Deutschen, der seit 30 Jahren in Polynesien lebt, als Hubschrauberpilot gearbeitet hat und seit einigen Jahren als Schoko-Mann eigene Schokolade produziert und verkauft. Weiter ging ich den guten, aber teils sehr steilen Wanderweg zwischen Poumake und Totamahiti hinüber und durch’s nördliche Tal zurück. Nachdem ich bei einer Familie gut gegessen hatte, versuchte ich per Anhalter mit dem gesamten Gepäck nach Hakahau zu kommen. Von 15 bis 17 Uhr kam kein Auto, aber als ich gerade aufgeben wollte, fand ich Platz in einem Taxi. Während ich einkaufen ging, setzte starker Regen ein, eine Familie nahm mich mit zum Strand, wo ich in einer Regenpause mein Zelt aufschlug. Am 23. ging ich nach ausgiebigem Frühstück baden, einkaufen und dann zum Festgelände, wo viele Einheimische ihre Erzeugnisse präsentierten und ich auch unsere Katamaran-Besatzung traf. Nach längerem Warten nahm mich ein Auto nach Hohoi mit, ich konnte an der Schule zelten und ging noch zur Bucht herunter, wo ich eine große Mango geschenkt bekam. Am 24. stand ich früh auf und wurde bald nach Hakahau mitgenommen. Mittags badete ich in der östlichen Bucht, ging zum Kreuz, von dem ich einen guten Rundblick hatte. Später hatte ich das Glück, dass die Wolken für einige Sekunden den Blick auf die höchsten Gipfel freigaben. Nachmittags fuhr ich auf der Ladefläche eines Pickups mit Schwein und Großeinkäufen zurück nach Hakatehau. Als ich mein Gepäck unterstellte, fing es an zu regnen und ich nahm an einer häuslichen Maiandacht teil. Am 25. kamen Cecile & Joni wieder nach Hakatehau, wir gingen durch den Ort, besuchten einen Steinmetz, einen Holzschnitzer und unterhielten uns im Restaurant, bevor wir wieder nach Taiohae zurücksegelten.

 

3. Nuku HivaHiva Oa, 26. Mai – 2. Juni 2018 + 99 Fotos

Am 26. Mai wurde ich von Taiohae nochmals nach Taipivai mitgenommen und bekam 2 Mangos geschenkt. Ich ergänzte meinen Wasservorrat und ging zu den alten Kultstätten. Leider war nicht nur der Weg sehr schlecht (matschig), auch die Meae waren überwuchert und ungepflegt. Die Steine waren so verwittert, dass nur die Grundzüge erkennbar waren. Ich wurde weiter mitgenommen zum Ausgangspunkt des Weges zu den Wasserfällen am Talende. Der Weg führte zu einem Gebäude des Elektrizitätswerks, ein weiterer höher hinauf, zu den Wasserfällen gab es keinen. Ich konnte sie nur aus einiger Entfernung durch’s Gebüsch sehen. Den Weg nach Taipivai zurück musste ich zu Fuß gehen, unterbrochen von starkem Regen. Dort bekam ich wieder eine Pampelmuse und wurde von Freunden der Mitsegler nach Ua Pou nach Taiohae zurückgebracht. Dort fand eine große Hochzeit statt von der ich ein wenig filmte. In der Nacht zum Sonntag regnete es stark und lange. Auf dem Weg zur Messe ging mein Wunsch nach einer anderen Unterkunft in Erfüllung: Ein Auto hielt an um mich mitzunehmen und Gabriel, der gerne mehr Deutsch lernen will, lud mich ein, bei ihm zu wohnen. Nach der Messe, in der die Liedtexte an die Wand projiziert wurden, so dass ich auch die marquesischen Lieder mitsingen konnte, holte mich Gabriel (mit Frau und jüngster Tochter) ab und ich lernte beim Mittagessen die hiesigen Gemüse kennen: Maniok, Taro und Uru (Brotfrucht). Wir unterhielten uns lange – sie sind Adventisten. Der 28. Mai war für die Insel ein besonderer Tag, denn das Versorgungs- und Touristenschiff Aranui 5 war da, viele Autos wurden als Taxis eingesetzt und vieles wurde aus- und eingeladen. Als ich morgens durch den Ort ging, hielt ein Auto an und ich wurde angesprochen von Fred, dem ich an meinem Geburtstag 2016 in Panama auf dem Clavichord vorgespielt hatte. Am Nachmittag stieg ich ein wenig durch die östlich der Bucht gelegenen Felsen. Am 29. fuhr ich mit Cecile & Joni und 5 weiteren Wanderern nach Hakaui und wir gingen mit einem einheimischen Führer und etlichen Bachquerungen zum berühmten Wasserfall. Die alte Route Royale und die steilen und hohen Felsen beeindruckten uns, aber vom Wasserfall, der hinter großen Felsen versteckt liegt, war fast nichts zu sehen. Bevor’s wieder per Katamaran zurück ging, gab’s ein sehr gutes Essen (u.a. mit leckerem Papaya-Salat). Abends traf ich mich mit Fred und es gab viel zu erzählen. Er arbeitet seit einem Jahr hier als Krankenpfleger, hat seinen Mast wieder repariert und ist dabei, ein Boot für’s Fischen zu bauen. Am 30. buchte ich morgens zweimal meinen Flug für Freitag nach Hiva Oa: Zunächst online, bekam aber weder Ticket, noch Bestätigung, dann im Büro von Air Tahiti mit Barzahlung (Verbindung für Kartenzahlung war ausgefallen) und erhielt dann am Nachmittag den Anruf, dass sie bemerkt hatten, dass ich doppelt gebucht hätte und sie die erste Buchung storniert hätten. Am Nachmittag ging ich von Taipivai aus zu den südwestlichen Wasserfällen, hatte schöne Blicke und konnte mich unter dem rechten Fall erfrischen. Zurück brachte mich eine Familie, die noch Pampelmusen und Zitronen im Garten der Großeltern in Taipivai pflückte. Am 31. fuhr ich früh nach Taipivai und besuchte dort zunächst das Haus in dem lokale Handwerkskunst verkauft wird. Nachdem ich eine halbe Stunde gegangen war, konnte ich auf der mit leeren Wasserflaschen gefüllten Ladefläche eines Pickup nach Hatiheu mitfahren (sehr bequem). Dabei traf ich einen Franzosen, mit dem ich durch Hatiheu ging. Wir buchten bei Yvonne eine Reittour nach Anaho, eine schöne Bucht, die nicht per Auto zu erreichen ist. Auf dem Hinweg über den Pass waren meine Steigbügel zu kurz, so dass ich sie nicht benutzte und der hölzerne Sattel etwas unbequem war. Am Pass hielten wir kurz an, die Landschaft ist phantastisch schön. In Anaho angekommen ging ich zum Restaurant, das aber keine Vorräte mehr hatte. Dennoch bekam ich einen guten Salat frisch aus dem Garten. Den Rückweg machte ich mir bequemer indem ich die Steigbügel verlängerte. In Hatiheu fand ich eine Gruppe mit gutem einheimischen Führer, der ich mich für die Rückfahrt anschloss. So bekam ich die gut restaurierten Meae dieses Tals nochmal ausführlich zu sehen. Am 1. Juni flog ich von Nuku Hiva nach Hiva Oa. Die Sicht war sehr gut, auch weiter entfernte Inseln waren zu sehen. Ich fand einen Platz im Sammeltaxi und konnte nach Absprache mit dem Pfarrer auf dem Kirchengelände mein Zelt aufbauen. Leider hatten die Läden weder Dinkel noch Roggenbrot, auch keine Biskuits ohne Weizen und keine Reiswaffeln. In der Pizzeria bekam ich als Sonderanfertigung gegrillten Fisch mit Brotfruchtauflauf (führte allerdings zu Durchfall). Ich traf verschiedene Segler und unterhielt mich noch lange bei guter Musik im MakeMake. Am 2. war ich morgens im Hafen auf Bill’s Boot, wir sprachen über’s Segeln und kontrollierten den Außenborder. Mittags bekam ich Früchte vom Pfarrer, nur die Pizzeria hatte offen, Geschäfte und Imbisse geschlossen. Nachmittags wanderte und fuhr ich zum großen Meae von Taaoa, abends besuchte ich in Atuona die Erstkommunionfeier.

 

4. Hiva OaFatuivaTahuataHiva Oa, 3. – 14. Juni 2018 + 99 Fotos

Am 3. Juni wurde ich von einem Soldaten mit Familie in die Berge mitgenommen, wanderte über eine Stunde die Straße weiter und konnte dann nach Puamau mitfahren. Dort besuchte ich zunächst alleine das gepflegte Me’ae Iipona, dann kam eine Familie die mich am Vortag ein Stück nach Taaoa mitgenommen hatte, wir bekamen Erläuterungen und ich wurde hinunter an den Strand mitgenommen. Dort besuchte ich die eine Woche vorher von Bischof Pascal geweihte Kirche, unterhielt mich mit den Erbauern und ging schwimmen. Den Rückweg musste ich bis in die nächste Bucht über eine Stunde gehen, bevor mich eine Familie nach Atuona mitnahm. Am 4. erkundigte ich mich im Hafen bei der Fähre nach Fatuiva und erfuhr, dass sie Dienstag nicht nur um 2 sondern auch nochmals um 12 abfährt. Ich wanderte noch den Berg hinauf zu einer schönen aber anscheinend kaum besuchten Chalet-Hotelanlage. Am 5. ging ich vor dem Frühstück ein Stück den Berg hinauf in Richtung Temetiu / Hanamenu, fand aber nicht den richtigen Weg. Um 12 fuhr ich mit der Fähre nach Omoa auf Fatuiva, wo ich von Edwin gut aufgenommen wurde und hinter der Kirche zeltete. Umgehend kam ich ins Gespräch mit einer 3 Tage jüngeren Nachbarin. Am 6. regnete es viel. Dennoch ging ich nach Einweisung durch einen Ortskundigen zu den schönen Petroglyphen und fand später am Talende (im Gegensatz zur Auskunft im Rathaus) einen mit orangen Bändern markierten steilen Weg durch die Bäume, der vermutlich zum Gipfel führt – ich ging bis zur Wolkengrenze. Am 7. war das Wetter besser, Edwin brachte mich zum Pass und ich ging zunächst ohne den großen Rucksack eine Stunde bis zum Tiefblick auf die Ostküste bei Ouia (dort verbrachte Heyerdal als 21jähriger ein Jahr). Der steile Weg hinunter war vom Regen so rutschig, das ich umkehrte und über die Straße nach Hanavave wanderte (mit Abstechern zu schönen Aussichtspunkten und zum Wasserfall). Auf der Straße begegnete ich anderen Seglern, darunter Mia, die ich später auf Second Summit wiedersah. Auch in Hanavave konnte ich an der Kirche zelten, kam ins Gespräch mit verschiedenen Bewohnern, wurde zum Essen eingeladen und bekam Obst geschenkt. Am 8. stieg ich morgens auf die Felsen an der Hafeneinfahrt. Leider sah ich danach um 9.50 Uhr die Fähre ohne mich abfahren – ich hatte auf die am Dienstag erhaltene Aussage des Kapitäns vertraut, dass sie zwischen 10 und 11 Uhr käme. Am Abend gab’s einen feierlichen Gottesdienst mit Kommunionausteilung zum Herz-Jesu-Fest. Danach erfuhr ich, dass ich am kommenden Morgen mit Pierre, einem Bretonen, auf seiner Ovni 37 nach Tahuata mitsegeln konnte und ließ mich auf sein Boot bringen. Mit dem Boot auf dem Meer fühlte ich mich wieder ganz zuhause. Leider fuhr auch auf Tahuata am Wochenende keine Fähre, aber ich konnte auf dem Boot bleiben und mitessen. Sonntag ankerte neben uns ein größeres norwegisches Segelboot, mit dem ich dann Montagabend nach Hiva Oa zurückfuhr, nachdem die Norweger Bill beim Reinigen seines Rumpfes geholfen hatten. Ich unternahm Sonntag (mangels Mitfahrgelegenheit) eine längere Wanderung bis zum Pass vor Motopu und zurück (5 Stunden, anfangs mit gutem Tiefblick auf Vaitahu). Am 11. schlug ich mein Zelt wieder an der Kirche in Atuona auf und konnte am 12. mein dort gelassenes Gepäck samt Computer abholen, Fotos sortieren und diesen Bericht vervollständigen. Am 13. wanderte ich (mit den großen Bergschuhen) von 6 bis 15 Uhr den steilen Weg über den Temetiu-Grat in Richtung Hanamenu. Leider waren Berg und Grat wie meistens bald in den Wolken. Ich bekam aber einen Blick auf die Südwestküste und konnte beim Abstieg schöne Fotos von Atuona machen. Abends war ich mit vielen Seglern beim Barbecue mit interessantem Gitarren-Duo beim Semaphore. Am 14. besuchte ich den Friedhof mit den Gräbern von Brel und Gauguin. Ich wurde ein gutes Stück den matschigen Weg nach Teueto gebracht – diese Stätte macht aber einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Anschließend besuchte ich den sehr schönen Tiki souriant.

 

5. Hiva Oa –Tahiti - Moorea, 15. – 25. Juni 2018 + 99 Fotos

Am 15. Juni wurde ich von Pita (guter einheimischer Guide)’s Schwester in ihren Heimatort Hanaiapa mitgenommen. Nach etlichen Erläuterungen, einem Rundgang durch den Ort und der Einladung zu einem guten Mittagessen wanderte über eine Stunde den Berg hinauf und die Küste entlang in Richtung Hanatekuua weiter. Nachdem ich wieder zurück und durch den Ort gewandert war wurde ich wieder nach Atuona mitgenommen. Am 16. regnete es viel. Als ich dennoch am Nachmittag auf den Berg nördlich von Atuona gehen wollte, fand ich den Weg nicht. Abends wurde in einem Restaurant mit Buffet, Live-Musik und Tanz Vatertag gefeiert. Am 17. flog ich über Nuku Hiva zurück nach Tahiti. Am Flughafen traf ich Pita wieder. Obwohl es viele Wolken gab, hatte ich schöne Blicke auf Ua Pou und Nuku Hiva. In Tahiti regnete es bei unserer Ankunft stark – außergewöhnlich, da im Gegensatz zu den Marquesas hier Trockenzeit ist. Martine holte mich ab und ich konnte bei ihr wohnen bis sie nach Europa flog. Am 18. fuhr ich mit ihrem Fahrrad nach Papeete und übte 2 Stunden in La Boutique du Piano. Morgens waren die Berge frei von Wolken. Am 19. fuhr ich (über 2 Std.) nach Punavai um mit Pierre einen höheren Startplatz kennenzulernen. Zunächst gab’s aber Rückenwind und als dieser aufhörte gelang den anderen ein guter Start, ich aber machte 3 vergebliche Startversuche, rannte nicht schnell genug. Mittags fuhren wir nochmals hinauf, nun kam etwas Wind von vorne und auch ich hatte einen guten Start und einen guten Flug. An meinem 66. Geburtstag gab’s dort noch bessere Thermik und ich flog 40 Minuten, bis zu den Wolken hinauf. Am 21. konnte ich im Conservatoire über 3 Stunden auf einer Digitalorgel üben. Am 22. fuhr ich als Anhalter ins Fautaua-Tal. Meine letzte Chauffeurin wanderte mit ihrem Hund und mir das Tal hinauf zu 2 kleinen neuen Wasserfällen und anschließend ging ich links über die Brücke hinauf zum Pool über der Cascade de Loti. Diese beliebte Wanderung machten an diesem Tag noch 21 weitere Personen (darunter viele einheimische Jugendliche). Oben ging ein Weg noch weiter hinauf in die Berge (ohne Wegweiser / Zielangabe). Wieder unten angekommen ging ich den rechten Weg durch’s Tal zum Fuß des Wasserfalls. Dies ist nur mit mehreren Flussquerungen möglich, wobei ich einmal so ausrutschte, dass mein Rucksack nass wurde. 2 Jugendliche halfen mir und ich gelangte nach anstrengender Wanderung zur eindrucksvollen Cascade. Als ich wieder am Rucksack ankam, fehlte mein Wassersack (so etwas kann man hier nicht kaufen) – alles andere war noch da. Am 23. fuhr Martine mich zum Carrefour, wo ich mir Flossen und Schnorchelausrüstung kaufte und weiter zur Fähre. Ich verabschiedete mich (Martine flog Montag nach Frankreich) und fuhr per Schnellboot nach Moorea. Dort nahm ich den Bus zum Camping am Westende der Insel. Ein erster Schnorchelversuch zeigte mir wieder das bekannte Problem der Undichtigkeit durch den Bart. Am 24. konnte ich mich dem Wanderverein aus Tahiti anschließen und die Inselüberquerung von Maatea über 3 Pässe nach Opunohu mitgehen. Der Weg war im Mai für den XTerra Lauf präpariert worden, die Wegweiser wurden inzwischen aber wieder größtenteils entfernt. Am 25. lieh ich mir einen Motorroller und umrundete die Insel im Uhrzeigersinn. In Hauru bekam ich in einem kleinen Laden teures neuseeländisches Muesli. In Papetoai machte ich kurze Abstecher in Tal und zum Hafen, dann fuhr ich nochmal hinauf zum Belvedere um die Aussicht bei besserem Licht zu genießen und die interessanten historischen Marae und Tahuae anzusehen. Bei Faimano aß ich gut im Gartencafé und vereinbarte, am Donnerstag den Rotui zu besteigen. In Paopao kaufte ich im Supermarkt ein, und in Afareaitu bekam ich die Auskunft, es sei leicht, den Mouaputa zu besteigen. In Vaianae fand ich Straßen die vor Jahren betoniert und erschlossen, aber nicht bebaut wurden. Am Abend kam ich unvorbereitet in starken Regen und wurde so nass, dass ich in den nächsten Tagen oft husten musste.

 

6. Moorea – Rangiroa - Moorea, 26. Juni – 6. Juli 2018 + 97 Fotos

Am 26. Juni brachte ich Kleidung zum Waschen und reparieren nach Maharepa und schnorchelte vor dem öffentlichen Strand in Haapiti. Am 27. paddelte ich mit einem am Hotel geliehenen Seekajak zu einer beliebten Stelle im Riff mit kleinen Haien, einem Manta, der sich streicheln ließ und vielen farbigen kleineren Fischen. Ich versuchte vergeblich einen legalen Strandzugang bei den nahen Motus zu finden, holte nachmittags die Wäsche ab und segelte abends 2 Stunden mit einem Wharram-Katamaran vom Hotel Hilton in die Cook-Bay und ums Riff herum. Am 28. stieg ich frühmorgens mit dem Ehemann der Wirtin des Gartencafés (einem in den USA aufgewachsenen Japaner) und seiner Tochter auf den Mt. Rotui - teils steil, mit gutem Weg und sehr schöner Aussicht. Am 29. ging’s per Schnellboot zurück nach Papeete, ich kaufte mir eine kleine Kamera für Unterwasser-Aufnahmen und flog am Abend nach Rangiroa wo ich zum Camping abgeholt wurde. Am 30. fuhr ich nach dem Regen mit einem alten Fahrrad durch Avatoru und gegen den Wind nach Ohotu. In den Läden war das Angebot ähnlich karg wie auf den Marquesas. Am 1. Juli besuchte ich den Gottesdienst in der Michaelskirche mit dank Tonnengewölbe sehr lauter Akustik. Mittags testete ich die Unterwasserkamera und meine Schnorchelausrüstung im ruhigen Pass. Am 2. nahm ich an einer Führung in der Perlenfarm teil, später schnorchelte ich im Regen entlang den Korallen vor dem Camping. Am 3. nahm ich an einem Ausflug zum Recif teil. Wir wurden abgeholt und fuhren vom Hafen in Ohotu vor- und nachher in den Passe de Tiputa um dort die Delphine zu beobachten. Die Fahrt zum Recif im südlichen Teil des Atolls dauerte bei schnellem Tempo eine Stunde. Beide Riffteile sind nur von der Mitte aus zu sehen, die Dimensionen sind so groß und das Riff so flach, dass man von einem Ufer das gegenüberliegende nicht sehen kann. Am Recif schnorchelten wir etwas, dann wanderten wir mit Badepause zum benachbarten Teil, wo uns ein reichliches Mittagessen erwartete. Zahlreiche Fische bekamen die Reste bevor wir nach der Siesta wieder zurückfuhren. Am Ende schnorchelten wir noch am südlich vom Passe de Tiputa gelegenen Motu. Leider bekam ich immer wieder Wasser in die Nase. Am 4. Juli trocknete ich meine Sachen und flog nachmittags zurück nach Tahiti, und nach kurzem Einkauf ging’s per Schnellboot wieder nach Moorea und per Bus zum Camping Nelson. Am 5. fand ich in Pihaena eine schönere Möglichkeit mein Zelt bei einer Villa aufzuschlagen. Am Nachmittag fuhr ich mit Ronan per Autostopp nach Afareaitu und wir wanderten zur südlichen Cascade, wo wir im Pool einen Aal beobachten konnten. Am 6. bestieg ich mit Ronan den Mt Mouaputa alias Mt Percé. Leider verhinderten die Wolken die Aussicht vom Gipfel, und als nach einer Stunde leichter Regen einsetzte stiegen wir wieder ab. Da der Weg sehr steil und lehmig und nicht überall durch Seile gesichert ist, rutschte ich mehrmals ein Stück und meine Hose wurde entsprechend braun. Anschließend ging ich noch zur am Weg liegenden Cascade und traf dort auf eine amerikanische Familie.

 

7. Tahiti, 7.– 15. Juli 2018 + 72 Fotos

Am 7. Juli besichtigte ich in der Marina Vaiare ein Segelboot, welches Ronan kaufen will. Es hat einen praktischen Schwenkkiel und bietet genug Platz, so dass wir damit bis November nach Neuseeland segeln können. Allerdings sind Badeleiter und Stage noch zu reparieren und die Ausstattung zu ergänzen, wird also noch bis Anfang August dauern. Ich fuhr mittags mit der Fähre nach Tahiti und wurde dort von Marion abgeholt, die ich im Camping Nelson getroffen hatte. Per Leihwagen fuhren wir nach Mataiea zum Garten von Vaipahi, dann nach Einkauf in Carrefour + Nautisport (bessere Maske) weiter zum Belvedère de Taravao. Zurück wollten wir eine kleinere Straße nach Norden nehmen, diese wurde aber bald sehr schlecht und wir erfuhren, dass sie abgebrochen ist, mussten umkehren und fuhren die asphaltierte über Afaahiti zurück. Im Mataiea hatte Marion Tumata kennengelernt, bei der wir übernachten konnten. Am 8. fuhren wir zur Südküste der Halbinsel nach Teahupoo und ich probierte mit der neuen Maske zu schnorcheln. Am Nachmittag ging ich in Papaeri durch den botanischen Garten (dort ist immer noch das Gauguin Museum ausgeschildert, das früher hier war). In Vaipahi wollte ich den Wanderweg zum Grande boucle gehen, aber nach dem ersten Stück fing der Regen an, der bis zum folgenden Tag anhielt. Am 9. brachte Marion mich nach Papeete zur Mahana Lodge. Sie selbst flog am Mittag weiter nach Raivavae und weiteren Inseln. Nachdem ich mich davon überzeugt hatte, dass es nicht sinnvoll war, teuer einen Roller oder ein Auto zu leihen, mit dem man doch nicht die interessanten kleineren Straßen fahren darf, konnte ich am Nachmittag über 3 Stunden im Conservatoire auf einem guten Steinway-Flügel üben. Am 10. startete ich per Bus + Autostop zum Belvedere und wanderte fast 1800 Höhenmeter hinauf zum Refuge Fare Ata. Nach Sonnenuntergang am Vorgipfel übernachtete ich mit Luftmatratze und Schlafsack in der Hütte und schlief nach ersten Schwierigkeiten (kalt, Beinkrämpfe) so gut, dass ich (mit Kopf im Schlafsack) den Wecker überhörte und erst gegen 8 Uhr am Aorai-Gipfel war. Die Aussicht und die Berge der Insel begeisterten mich und beim Abstieg begegnete ich einem Guide mit 2 Kunden, der mir anbot, mich auf alle Gipfel, die mich interessierten, führen zu können. Nach langem guten Abstieg über den teils sehr ausgesetzten und anspruchsvollen aber guten Weg besuchte ich am Abend den berühmten Heiva, eine Veranstaltung mit Gesangs- und Tanzwettbewerben. Neben einem professionellen Chor begeisterten mich besonders die aus Rurutu angereisten Gruppen. Am 12. konnte ich Brille und Sandalen repariert abholen und übte wieder lange im Conservatoire. Am 13. musste ich umziehen, da das Mahana Lodge durch Teilnehmer des internationalen Kanuwettbewerbs ausgebucht war. Nach vergeblichem Versuch über Airbnb fand ich im Teamo-Hostel eine ausreichende Übernachtungmöglichkeit. Am 14. fuhr ich nach Mataiea, wo an der Site de Tehoro die nationalen Wettbewerbe der 16er-Doppelkanus ausgetragen wurden. Mit gleichzeitig stattfindenden Fuß- und Volleyballspielen und kirmesartigen Buden herrschte hier trotz häufiger Regenschauern eine begeisternde Volksfeststimmung. Zurück in Papeete traf ich am Parlament auf die Parade zum Nationalfeiertag. Am Sonntag beeindruckte mich in der Kathedrale der überzeugend predigende Père Christophe mit langen Jesus-Locken. Nach der Messe spielte ich zur Begeisterung der Organistin auf der Johannus-Digitalorgel. Am Nachmittag besuchte ich ein weiteres Heiva-Festgelände in Pirae und die Pointe de Venus in Mahina.

 

8. Rurutu, 16.– 20. Juli 2018 + 99 Fotos

Am 16. Juli flog ich von Tahiti nach Rurutu, zur größten der Austral-Inseln, die 600 km südlich liegt und daher ein etwas kühleres Klima hat. Ich wurde von Rudy abgeholt, bei dem ich 4 Übernachtungen gebucht hatte. Ich wanderte über den Höhenweg nach Narui und am Strand bis fast zur Pointe Teutu. Auf dem Rückweg fand ich nach dem Pass vor Avera Mitfahrgelegenheiten nach Moerai. Nach dem Abendessen gab es dort die ganze Woche den Heiva-Tanzwettbewerb. Am 17. nahm ich vormittags an einer geführten Wanderung von Hauti durch die Grotten über den Sentier Perdu zur Pointe Mauo. Sehr schön, aber auch anspruchsvoll und am Ende mit der Hose im Wasser. Nachmittags wanderte ich zum Aussichtspunkt auf dem Felsen zwischen Moerai und dem Flughafen und dann den Weg weiter, der mich am Ende als steiler Pfad auf die Gipfel der Insel führte. Leider fand ich nicht den erhofften Abstieg zur südwestlichen Straße, geriet in die Dunkelheit und kam so spät in Moerai an, dass ich nicht mehr zum Heiva ging. Am 18. brachte Rudy mich zur Grotte Ana Aeo (alias Mitterand, der hier einmal war). Ich besuchte das Marae Tararoa an der Pension Teautamatea und ging durchs Wasser vorm Strand. Weiter fuhr ich zur Grotte Tupumai am Flughafen und nach Einkauf in Moerai zur Grotte Ana Tane Uapoto an der Pointe Arei. In Hauti besichtigte ich die protestantische Kirche und den Hafen und wanderte hinauf bis Paparai, idyllisch vor schönen Felsen gelegen. Zurück wurde ich wieder mitgenommen, so dass ich pünktlich zu Abendessen und Heiva in Moerai war. Am 19. sah ich vom Strand aus einen Wal und wartete daraufhin bis das Boot der Wale-Tour zurückkam. Es fand aber keine Nachmittagstour statt und Wellen und Wale waren noch zu unruhig, um mit ihnen schwimmen zu können. Ich wurde nach Hauti mitgenommen, wanderte die neu zementierte Straße bis hinter Paparai und fand ein Auto mit Hunden zum kleinen Marae Poreopi in Naairoa. Nachdem ich nach Narui gelaufen war, wurde ich nach Avera mitgenommen und wanderte am Strand über die Pointe Terea hinaus, mit interessanten Felsen, aber ohne richtige Grotten zu sehen. Zurück in Moerai gab’s am Abend die Wettbewerbe der Solotänzer. Am 20. flog ich zurück nach Tahiti, traf am Champion Jean-Philippe und erhielt mein Zelt und anderes Gepäck, welches er für mich hier verwahrt hatte. Ich hatte über airbnb für eine Woche in Mataiea einen Zeltplatz gebucht. Dort per Bus angekommen fand ich das Grundstück mit Kette verschlossen, konnte die Gastgeberin nicht erreichen (Telefonansage: später nochmals versuchen) und die Nachbarn berichteten, dass dies schon öfter vorgekommen wäre. Auch später war dort keiner, auch Airbnb nicht erreichbar, so zeltete ich am Strand.

 

9. Tahiti, 21. Juli – 8. August 2018 + 86 Fotos

Am 21. Juli sprach mich Jeremy, ein Nachbar an, ich könne bei ihm übernachten. So zog ich dorthin um, ging mit in die Kirche der Adventisten und beeindruckte etliche Gemeindemitglieder nach dem Gottesdienst mit Brahms‘ Rhapsodie g-moll. Am Nachmittag fuhr ich bis Paea zum Marae Arahurahu mit und besuchte dort die Aufführung Te Ofai, mit excellenten Musikern (darunter eine Nasenflöte, wie sie Norbert Rodenkirchen nicht besser hätte spielen können) und zahlreichen Tänzern. Das ganze wurde vom Fernsehen aufgezeichnet und manche Musiker erkannten mich durch mein Üben im Conservatoire. Abends fuhren wir zu Verwandten um dort das Internet nutzen zu können. Sonntag fuhr ich (in 3 Autos und weniger als 1 Stunde) nach Papeete und spielte nach der Messe noch kurz in der Kathedrale. Anschließend ließ ich mich zur Straße auf den Mt. Marau bringen, ging in 2 Stunden über 600 Höhenmeter, fand aber dazwischen Autos, die mich mitnahmen. Am Ende fuhr ich bei einer Familie mit Hund auf der Ladefläche bis an das Straßenende und den ganzen Weg zurück. Die Aussicht war beeindruckend, aber oben steckten die höheren Gipfel in den Wolken. Am 23. fuhr ich mit Jeremy, der dort als Assistent bei einem elsässischen Zahnarzt arbeitet nach Paea und von dort per Bus nach Papeete. Das Conservatoire hat diese Woche geschlossen, aber nach kurzem Warten kam der Direktor per Motorroller und ich durfte doch wieder viele Stunden üben. Nachmittags fuhr ich per Bus nach Hitia und wanderte bis fast zu den Wasserfällen, musste aber umkehren, um vor Einbruch der Dunkelheit zur Straße zu kommen und fuhr mit 3 Autos über Taravao zurück nach Mataeia. Am 24. traf ich mich mit Ronan in Papeete, hatte bei den 3Brasseurs gutes Internet um Fotos hochzuladen etc. und versuchte Mark zu finden, einen amerikanischen Segler, den ich schon im Mai kontaktiert hatte und der nun weitersegeln will und mich brauchen könnte. Am 25. stimmte ich in Paparei das Kawai-Klavier in der Kirche der Adventisten und spielte lange in der guten Akustik. Am 26. fuhr ich nach Punavai und machte 3 unproblematische aber auch relativ kurze Gleitschirmflüge bei schönem Wetter mit wenig Wind aber auch wenig Thermik. Am 27. wanderte ich 6 Stunden von Mataiea über den Lac Vaihiria zum Relais de la Maroto mit herrlicher Lage und Rundsicht in der Inselmitte. Am Fare Hape traf ich Haunui wieder, einen von dort stammenden Bergführer, den ich auf dem Aorai kennengelernt hatte. Im Papenoo-Tal fand ich Mitfahrgelegenheiten, zunächst zur Cascade Puhara, dann zur Ringstraße, von dort ging’s per Bus nach Taravao und per Autostop nach Mataiea. Am 28. nutzte ich zunächst lange das Internet, war danach wieder bei den Adventisten, wo ich auch etwas Klavier und Keyboard spielte, und abends stimmte ich bei Jeremy’s Cousine noch ein etwas neueres Kawai-Klavier. Am 29. stimmte ich ein älteres Kawai-Klavier, bei dem allerdings der Holzwurm einen Teil des Stegs so beschädigt hatte, dass der Tenor mangels Kontakt zum Resonanzboden nur sehr kurz klingt. Nachmittags wanderte ich den bequemen Weg zum Grande Boucle am Jardin Vaipahi und schnorchelte ein wenig in Mataiea. Am 30. druckte ich meine Anzeige „Heading West?“ und hing sie in 3 Marinas auf. Dann fuhr ich nach Faarumai und ging zu den beiden oberen Wasserfällen Haamarere Iti und Haamarere Rahi, wo ich auch badete. Ich beobachtete die Brandung an der Pointe Arahoho mit einem Trou de Souffleur und fuhr mit 4 Autos und einer reifen Ananas zurück nach Mataiea. Am 31. schnorchelte ich nachmittags an der Pointe Oututaihia. Am 1. August fuhr ich mit Jeremy nach Paea und weiter zur Marina Taina. Martin, der mich dort treffen wollte, kam nicht und ich fuhr zum Conservatoire, wo ich Klavier übte. Weiter machte ich mich auf den Weg nach Hitia, kehrte aber um, als sich der Himmel verfinsterte und es dort regnete. Am 2. fuhr ich in Richtung Belvedère de Taravao, da aber Wolken aufzogen fuhr ich weiter nach Hitia und wanderte dort zu den Lavatubes. Die ersten beiden gefielen mir gut, waren aber schon anspruchsvoll, besonders der senkrechte Aufstieg zur zweiten (nur dank Fixseilen machbar). Kurz vor der 3. rutschte ich im Flussbett aus und fiel auf die Schulter. Bei der 3. musste ich feststellen, dass die Wassertiefe vor dem Einstieg zu groß war um meinen Rucksack trocken mitnehmen zu können. So nutzte ich den Notausstieg davor und traf oben auf eine Familie in Neoprenanzügen, die mit Führer die 3. Lavatube gegangen war und bestätigte, dass ich mich richtig entschieden hatte. Abends stimmte ich ein älteres Kawai-Klavier im Western-Stil, bei dem eine Doppelsaite (ds‘) fehlte. Am 3. August fuhr ich zum Flughafen, um mich nach meinem am 25. Juli bestellten InReach zu erkundigen, bei dem die Sendungsverfolgung nur bis zur Abfertigung am 27. in Auckland reichte. Nachdem ich bei den verschiedenen Stellen des Flughafens die Auskunft bekam, es sei dort nicht eingetroffen, schrieb ich von Papeete aus eine e-Mail nach Christchurch und bekam mittags eine weitere Sendungsverfolgungsnummer mit der Information, dass das Gerät am 31. in Tahiti eingetroffen und per DHL beim Zoll eingereicht wurde, wo es mangels Rechnung festhängt. Ich telefonierte und fuhr zu DHL um meine Unterlagen einzureichen. Am 4. übte ich in Mataiea am Keyboard. Nachmittags ging ich mit zum Gebet am Panorama-Aussichtspunkt von Vaipai. Am 5. fuhr ich nach der Messe in der Kathedrale von Papeete nach Hitia und wanderte zu den Wasserfällen. Am 6. telefonierte ich vom Carrefour in Taravao aus lange mit Papa und mit Ulla. Ich fuhr zum Belvedere de Taravao und wanderte den Weg weiter hinauf. Leider wurden die Wolken immer zahlreicher und tiefer und verhinderten so die erhoffte Fernsicht. Nachmittags nutzte ich das Internet bei Jeremy’s Bruder und abends nahm ich am Abendgottesdienst der Adventisten teil. Am 7. fuhr ich mit Jeremy zur Marina Taina, wo er Probleme mit dem Kühlwasser bekam. Mittags konnte ich bei DHL nach Bezahlung des hohen Zolls (152,67€ = 34%) mein InReach in Empfang nehmen. Am Nachmittag fuhr ich per Schnellboot zur Marina von Moorea um mit Ronan über seine Bootsrenovierung zu sprechen, die er alleine durchführen will. Am 8. erneuerte ich meine Anzeige in den Marinas, besuchte das Musée de Tahiti et des Iles in Punavai und das Marae-Ta’ata und war abends beim Gottesdienst der Adventisten und bei Jeremy’s Cousine im Internet.

 

10. Moorea – Tahiti - Raiatea, 9. – 20. August 2018 + 71 Fotos

Am 9. August zog ich per Autostop + Fähre nach Moorea, zum Zelten an der Villa Fare Om in Pihaena (mit gutem Wifi und Abendessen). Am 10. fuhr ich per Mountainbike die Route de Ananas bis zum Pass, dann nach Maharepa, schnorchelte nachmittags am Strand Ta’ahiamanu und fuhr weiter um die Opunohu-Bucht bis nach Haapiti und ins Hotel Intercontinental. Für den 11. buchte ich eine Whale-Watching-Tour, wurde abgeholt und fuhr mit ca. 10 weiteren in einem kleinen schnellen Motorboot zu den Walen, die wir schließlich vor Temae fanden. Beim schnorcheln sah ich kurz 2 Wale in ca. 20m Entfernung, musste aber wegen Beinkrampf bald wieder ins Boot und filmte von oben. Nachmittags stimmte ich den Flügel im Hotel Intercontinental (etliche Saiten fehlten) und spielte lange darauf. Am 12. segelte ich mit Thaddée (von Fare Om), einem weiteren Neu-Eigner und Ben mit seiner französischen Familie, die kürzlich ein 40‘ Boot gekauft hat 80 Min. mit dem Wind bis westlich von Hauru und gegen den Wind in 3 Std. mit Mann über Bord-Manöver und Walsicht zurück. Am 13. besuchte ich die Marina und mehrere Boote an deren Renovierung gearbeitet wird. Inzwischen war klar, dass Ronan für seine Bootsrenovierung noch viel Zeit braucht und dieses Jahr auch nicht mehr nach Neuseeland segeln will. Nachmittags übte ich im Intercontinental. Am 14. fuhr ich nach Maharepa und zur Marina und ging in Maharepa zum Friseur. Nachmittags regnete es. Am 15. schnorchelte ich in Temae, ging den Grat hinauf, holte den Eastpack-Rucksack, bei dem eine Naht repariert worden war, in der Marina ab und übte noch kurz im Intercontinental. Am 16. regnete es viel. Morgens kaufte ich in Maharepa ein, nachmittags wurde ich von Moorea Fun Dive zum Baptème de Plongée abgeholt, tauchte 20 Minuten vor Papetoai, danach war mir (ohne Sonnenschein) kalt. Am 17. wanderte ich vormittags von PaoPao zum Col de Vaiare und über den Col de 3 Pinus zum Belvédère. Nachmittags übte ich zum letzten Mal lange im Intercontinental. Am 18. zog ich von Moorea nach Matatia auf Tahiti zu Julien um, der am Ende des 20. Jh. in Frankreich als Orgelbauer gearbeitet hat. Am 19. übte ich nach der Messe länger auf der Johannus-Digitalorgel der Kathedrale in Papeete. Nachmittags flog ich noch einmal mit meinem Gleitschirm und nahm ihn mit zur nächsten Reiseetappe. Am 20. sandte ich ihn als Luftfracht nach Raiatea, spielte auf dem Grotrian-Flügel in La Boutique du Piano und flog gegen Abend über Huahine nach Raiatea, wo ich von Guy zum Camping an der Pension Te Maeva abgeholt wurde.

 

11. Raiatea, 21. – 25. August 2018 + 98 Fotos

Am 21. August nahm mich Nicolas, ein Straßburger, mit auf eine Inselrundfahrt im Leihwagen. Wir besuchten das berühmte Marae Taputapuatea, fuhren die Süd- und die Westküste entlang zum Marae Tainuu, trafen in Uturoa Segler, die ich aus der Marina Moorea kannte, stiegen auf den Mt. Tapioi und fuhren hinunter bis zur Baie Faatemu bevor wir wieder am Campingplatz eintrafen. Am 22. wanderte ich in der Umgebung des Campings, aber die Wege waren im oberen Teil so von der Vegetation überwuchert, dass an ein Weiterkommen nicht zu denken war und die Bäume verhinderten eine gute Aussicht. Am 23. nahm ich an einer Bootstour nach Tahaa teil. Ich wurde mit einer französisch-brasilianischen Familie am Marae Taputapuatea abgeholt, weitere Gäste stiegen in Uturoa zu und wir fuhren mit 25kn sehr schnell durch die Lagune zur Ostseite von Tahaa. Dort besuchten wir eine Vanille-Farm. Nach Besuch einer Perlen-Farm im Norden der Insel gab’s dort das Mittagessen. Anschließend konnten wir den Jardin de Corail erkunden. Leider war das Wasser so flach, dass man nicht gut schwimmen konnte. Nachdem wir an der Westseite von Tahaa entlang gefahren waren, wurden Wind und Wellen auf dem Rückweg sehr stark, Regen setzte ein und wir kamen erst zum Sonnenuntergang an. Für den 24. hatte ich die geführte Wanderung zum Temehani-Plateau gebucht. Schon morgens gab’s etwas Regen, dann wurde ich abgeholt und mit einem deutschen und einem französischen Paar der Anstieg begonnen. Nach einer halben Stunde setzte starker Regen ein und wir kehrten um. Als Ersatz wanderten wir zu den 3 Cascades nahe Avera. Gegen Abend versuchte ich noch mit dem Fahrrad der Pension nach Opoa zu fahren, musste aber nach einer Reifenpanne aufgeben. Am 25. fuhr ich nach Pufau und wanderte auf einem selten begangenen Weg zum Temehani-Plateau. Dort stieg ich auf einen steilen Gipfel. Als ich zur anderen Seite abstieg fand ich die geschützte Tiare Apetahi, das selten gewordene Symbol Raiateas. Ich ging noch weiter, so dass ich die Ostküste sehen konnte, wo aber wieder Wolken aufzogen. Auf dem Rückweg stieg ich zur Ostseite ab, um so die Überschreitung der Insel zu vollenden.

 

12. RaiateaTahaa - BoraBora, 26. August – 3. September 2018 + 99 Fotos

Am 26. August fuhr ich morgens ein Stück mit dem Fahrrad, dann bekam ich eine Nachricht der Gleitschirmflieger, ging Baden und Mittagessen. Danach holte mich Paulo ab, wir wanderten bei Uturoa zum Startplatz am Momoarea und flogen den Grat entlang zum Kai von Uturoa. Paulo postete später Fotos von meinem Start auf Facebook. Am 27. trampte ich zum Pk5, wo ich Hendrick über eine halbe Stunde beim Soaren beobachtete. Wir sahen uns die Landemöglichkeiten an und gingen zum Startplatz, wo bald auch Thierry eintraf. Der Wind hatte aber abgenommen und der Start war mühsam. Nachdem es den Kollegen gelungen war, etwas aufzusteigen, gelang auch mir nach mehreren vergeblichen Versuchen ein Start, allerdings mit Astberührungen und es wurde nur ein zweiminütiger Flug zum Strand. Am Nachmittag zeigte mir Guy sein Keyboard und ich spielte etwas darauf. Am 28. packte ich meine Sachen und fuhr nach Uturoa, noch etwas unentschlossen, welche Insel ich als nächstes besuchen wollte. Ich fuhr mit dem letzten Boot nach Tahaa und konnte am Hotel Hibiscus zelten und abendessen. Am 29. kam der vorhergesagte Wetterumschwung mit starkem NW-Wind. Ich bestieg mit 2 Einheimischen und 3 Mexikanern den Mou’a Roa (418m), leider erst so spät am Vormittag, dass wir kurz vor dem Gipfel in den Wolken umkehrten als der Regen einsetzte. Am 30. machte ich per Anhalter eine Inselrundfahrt, beobachtete in Tapu’amu die Taporo VII beim Ablegen und besuchte nach einem Stopp in Patio ein großes Marae. Mittags kehrte ich per Schnellboot nach Raiatea zurück, wo ich abends wieder beim Camping Te Maeva übernachtete. Am 31. brachte mich Guy nach Uturoa und ich fuhr mit vielen Schulkindern im Maupiti Express nach BoraBora, wo ich zum Camping Chez Henriette (leider ohne Internet) hinter Anau gebracht wurde. Am 1. September wanderte ich zum Col und stieg zum Grat des Mataihua auf einem Pfad. An den ersten Felsen zur Südseite wechselnd kam ich zu einem schönen Aussichtspunkt. Hinunter ging ich vom Col nach Fa’anui, besuchte kurz das Marae Fare Opu und stieg von Taihi über den Tereira vorbei an einer kleinen Grotte zum markanten Felsturm dieses Grates. Nach dem Abstieg besuchte ich die leider nicht gepflegten Marae Taiahapa und Marotetini. Am schönen Strand von Matira ging ich baden und suchte noch den Camping Chez Pauline (existiert nicht mehr). Am Sonntag ging ich morgens zum natürlichen Torretorea, besichtigte die amerikanischen Kanonen und Fitiiu. Ich besuchte den Gottesdienst in der protestantischen Kirche in Vaitape (100 Min. mit Abendmahl). Mittags war ich in Matira in der Pizzeria (mit WiFi) und erkundete danach das Ufer nahe dem Hotel BoraBora (verlassene Baustelle) bis Regen einsetzte. Am 3. wurde ich von einem Speedglider mit Bergerfahrung nach Vaitape mitgenommen, der mir noch Tipps gab und bestieg den Ohue. Im Wald legte ich eine halbstündige Pause wegen des Regens ein, oben hatte ich dann sehr gute Sicht. Am Nachmittag ließ ich mich beim Taporo-Büro für Donnerstag nach Huahine vormerken.

 

13. BoraBora - Huahine, 4. – 7. September 2018 + 99 Fotos

Am 4. September konnte ich mit Serge, den ich schon am 19. Juni in Tahiti kennengelernt hatte, einen sehr schönen Gleitschirmflug (41 Min., 500m gestiegen) zum Mt. Otemanu machen. Nachmittags war der Wind dann aber leider nicht mehr gut, nur einer Fliegerin glückte ein Start. Am 5. nahm ich an einem Bootsausflug zu mehreren guten Schnorchelgründen mit Umrundung der Hauptinsel und längerem Aufenthalt am Lagoonarium teil. Am 6. brachte mich Stelio morgens zur Anlegestelle der Taporo. Nachdem ich die beiden großen Rucksäcke aufgegeben hatte, fuhr ich ein letztes Mal nach Vaitape zum Einkaufen, Telefonieren und Internet checken. Yvio, ein Pfingstkirchen-Prediger aus La Reunion, der mich zur Anlegestelle mitnahm, betete mit mir um die Befreiung von meiner Weizenallergie. Um 10.30 Uhr kam die TaporoVII an und wir sahen beim Ent- und Beladen zu, bevor wir um 12.30 Uhr losfuhren. Es war beeindruckend, wie auch ein großes Schiff von den Wellen bewegt wird. Um 16 Uhr konnte ich in Raiatea noch etwas Roggenbrot kaufen und um 19 Uhr kam ich in Huahine an. Ich hatte mich auf den Aotea Camp‘in gefreut, den die Internet-Karten neben dem Yacht Club verzeichneten. Dort war aber nur eine Wiese, den Camping kannten die Anwohner nicht. So zeltete ich auf der Wiese. Am nächsten Morgen kam ich günstig Chez Guynette unter. Nachmittags besuchte ich in Maeva zahlreiche berühmte Marae. Nach Waldwanderung zum Marae Paepae Ofata mit schöner Aussicht, stieg ich ab und ging zum Marae Manunu, wo mich die starke Brandung faszinierte. Über Faie, das Belvédère de Maroe und Fitii fuhr ich zurück nach Fare, wo ich abends eine Pizza aß. Wegen der Mücken im Schlafzimmer baute ich in der Nacht mein Zelt auf, wo ich unbehelligt schlafen konnte.

 

14. Huahine – Second SummitBoraBora, 8. – 27. September 2018 + 99 Fotos

Am 8. September regnete es lange. Ich übte am Clavinova in der Kirche der Mormonen. Nachmittags schwamm ich zu einer ankernden Ketsch und besichtigte das Lapita-Museum im Hotel Maitai. Am 9. mietete ich einen Roller und umrundete damit die Insel: Ich fuhr zunächst die Westküste nach Süden, mit allen Abzweigungen und Stichstraßen um schöne Aussicht auf’s Riff und nach Raiatea zu haben. An der Südspitze bekam ich bei Tara am Tahiti-Buffet ein reichliches Mittagessen. Die nun folgende Ostküste bot nach dem Marae Anini Aussichten auf die Motus. In der großen Maroe-Bucht ankerte das Kreuzfahrtschiff Paul Gauguin, welches ich schon in BoraBora gesehen hatte. Über Faie, Maeva und die Piste an der Nordküste (mit vielen Mücken) fuhr ich zurück nach Fare. Am 10. sah ich mittags, dass Second Summit, die Ketsch, auf der ich die nächsten Wochen mitsegeln will, eingetroffen war, schwamm zum Ankerplatz und unterhielt mich mit Bill. Beim Sundowner im Yacht Club traf ich die anderen Mitsegler, denen ich teilweise schon auf Fatuiva begegnet war und nahm am Abendessen auf dem Boot teil. Die Weizen-Nudeln bekamen mir aber nicht, so dass ich mich in der Nacht und am nächsten Tag übergeben musste und mehrere Tage brauchte, bis der Darm sich erholt hatte. Am 11. segelten wir nach Raiatea und blieben auch am 12. in Uturoa. Am 13. fuhren wir mangels Wind unter Motor nach BoraBora. Am 14. erholte sich mein Darm dank Hühnerbrühe und am 15. machte ich nachmittags eine Wanderung im Nordosten der Insel von Outuorau nach Puhia und den Kreuzweg hinauf zu einem Aussichtspunkt mit schönem Blick über die Lagune. Mia, eine junge Schwedin, hatte ein norwegisches Boot zum Weitersegeln gefunden und verließ uns. Am 16. besuchte ich den Gottesdienst in der kath. Kirche mit aktivem Jugendchor. Sharon flog planmäßig nach Hause. Am 17. begann eine wolkenverhangene Woche, für die viel Regen angekündigt war. Ich erhielt einen Anruf von Yvio, er kam zum Yachtclub, zeigte mir sein Keyboard und brachte mir sein neues Fahrrad zum Benutzen. Am 18. fuhr ich zur Pofai-Bucht, fand nach etwas Suchen die Pfingstkirche und übte 3 Stunden auf dem Clavinova. Am 19. regnete es lange und heftig. David verließ uns und flog nach Neuseeland, so dass wir nun nur noch zu 4 Männern auf Second Summit sind. Ich fuhr wieder zur Pfingstkirche und übte lange. Abends besuchte ich die Kirche der Adventisten mit einem neuen Kawai-Klavier. Am 20. war das Wetter besser und ich stieg mit Bob von Faanui aus auf den Ohue. Es war windstill und nach einer Wolke mit wenig Regen hatten wir sehr schöne Sicht. Wir blieben über 2 Stunden oben und ich versuchte zum 2. Mal über den Grat zum Pahia zu gehen, kam aber wieder über die Schlüsselstelle am Grat nicht hinaus. Wir mussten feststellen, dass unsere Gasflaschen leer waren und dass es hier weder Propangas, noch Adapter für die amerikanischen Flaschen gab. Am 21. ging ich zur Kirche der Adventisten, da aber Tu, mit dem ich telefoniert hatte, nicht kam, übte ich wieder in der Pfingstkirche. Abends sah ich einen Hindernislauf mehrer Gruppen, denen die Füße mit Palmzweigen aneinander gebunden waren. Am 22. übte ich zum letzten Mal am Clavinova. Am 23. bereiteten wir das Boot vor für den Aufbruch am nächsten Morgen. Am 24. starteten wir nach Aitutaki. Der Wind war oft schwach, so dass wir die Hälfte der Zeit mit Motorunterstützung fuhren. Neben Genua und dem Besan-Segel am Großbaum (das Groß war bei der Pazifiküberquerung kaputt gegangen) nutzten wir am ersten Tag auch ein großes Stagsegel zwischen Hauptmast und Besan. Das Rollen im starken Seegang führte dazu, dass wir 3 Tage ohne warmes Essen, Tee oder Kaffee auskommen mussten. Erst mit abnehmenden Wellen gelang es Bob am 27. eine gute Linsensuppe mit viel Gemüse im elektrischen Topf zu kochen.

 

15. Aitutaki – Palmerston, 28. September – 14. Oktober 2018 + 68 Fotos

Am 28. kamen wir mittags in Aitutaki an. Da der Pass für unser Boot zu flach war und es dort keine Moorings gab mussten wir ankern und mit dem Beiboot 20 Minuten nach Arutanga fahren. Das Einklarieren gelang noch am Freitagnachmittag, die Behörden verzichteten auf die Fumigation und eine Besichtigung des Bootes. Ich kaufte eine Karte für’s WiFi, besuchte mehrere Läden ohne allzu viel Brauchbares zu finden und ging etwas essen. Am 29. wanderte ich zum Piraki Lookout, spielte in der Kirche der Adventisten auf einem Casio-Keyboard, bei dem einige Tasten nicht funktionierten und fand in einem Privathaus ein ca. 50 Jahre altes Klavier, an dem viel zu tun ist. Am 30. machte ich die Mechanik gängig und stimmte dieses Instrument, musste beim Spielen aber feststellen, dass der Klang durch Holzwurm weitgehend verdorben ist. Bob, der im Kajak die Insel umrundete, sah viele Schildkröten und wurde nach der Dämmerung von der Fontäne eines Wals nassgespritzt. Am 1. Oktober lieh ich mir ein Fahrrad und umrundete die Insel: Ich fuhr zum Flughafen, dann gegen den Wind zum Ootu Beach. Als Regen einsetzte ging ich im Boat Shed essen. Zurück ging’s durch den Golfplatz und hinauf zum Maungapu mit der besten Aussicht. Hinunter war’s so steil, dass ich meist abstieg (Bob, der sich auch ein Fahrrad geliehen hatte stürzte an solch einer Stelle und litt in den folgenden Wochen an seinen Verletzungen an Rippe und Schulter). An der Ostküste dann über die Main Road zum Marae Te Poaki o Rae nahe der Südküste und die South Road nach Amuri. Am 2. übte ich wieder lange am Klavier. Abends kochte ich Weißkohl, der allen gut schmeckte. Am 3. wechselten wir den Keilriemen der Lichtmaschine. Am 4. klarierten wir aus, bekamen mehrere Bananenpakete für eine Familie in Palmerston und ich übte nochmals Klavier. Am 5. nutzten wir noch einmal das Internet (5$ für 200 MB), kauften ein letztes Mal ein und versuchten den Anker zu hieven. Da uns dies ohne Hilfe nicht gelang, riefen wir die Taucher zu Hilfe und nach viel Arbeit gelang es schließlich, den Anker zu lösen. So konnten wir am Abend nach Palmerston starten, wo wir nach 2 Segeltagen (die Hälfte der Zeit mit Motorunterstützung) und viel Schaukeln in der Dünung am 7. nachmittags ankamen. Wir fanden mit Hilfe eines ankernden Frachters und eines von der Insel kommenden Bootes eine Mooring nahe am Riff, schnorchelten und kochten das Abendessen. Am 8. holte uns Bob Marsters ab und brachte uns sicher durch einen engen Pass auf die Insel. Wir unterhielten uns viel, machten mehrere Rundgänge und wurden gut bewirtet. Bis auf Bill nahmen wir die Einladung an, eine Nacht dort zu übernachten. Der Abend mit Arbeitern vom Frachtschiff und diversem Alkohol wurde lange. Am 9. brachte uns Bob nachmittags wieder zum Boot. Am 10. versuchten wir den Gasofen zu reinigen, konnten aber den großen Brenner nicht öffnen. Nachmittags unterhielten wir uns bei Bob lange mit der australischen Rektorin der Zwergschule von Palmerston. Am 11. brachen wir nach Niue auf. Wir segelten bis zum 13. nur unter Genua (trotz Rückenwind ohne Baum) und nahmen für das letzte Drittel das große Besan-Stagsegel und den Motor zu Hilfe, um Niue am 14. mit Einbruch der Dunkelheit zu erreichen.

 

16. Niue, 15. – 18.Oktober 2018 + 76 Fotos

Am 15. Oktober gingen wir in Niue an Land zum Einklarieren und Einkaufen. Am Kai, auf den die Dinghis der Segler per Kran gehoben werden mussten, war viel los, denn der Containerfrachter war angekommen und wurde per Barge entladen. Am 16. wanderten wir zu Anaiki und Palaha Cave. Nachmittags stimmte ich ein Thürmer-Klavier vom Ende des 19. Jh. Am 17. mietete ich einen Leihwagen, kaufte einen lokalen Führerschein, und wir fuhren (dank vielen Schlaglöchern langsam) eine Runde um die Insel. Wir besuchten den Tamakautoga Beach, stiegen zum Anapala Chasm hinunter und schwammen und kletterten in diesem eindrucksvollen engen Süßwassersee. Wir wanderten zum Togo Chasm mit starker Brandung und gingen durch den Wald zum Vaikona Chasm. Nach einem Abstecher nach Puluhiki waren wir zur Dämmerung in Uluvehi am Tauei Fupiu und gingen danach in Alofi gemeinsam essen. Am 18. spielte ich zur Begeisterung der Mormonen auf einem guten Kawai-Keyboard in ihrer Kirche. In der Opaahi-Bucht gegenüber schnorchelte ich inmitten zahlreicher Fische. Nach Kochen und Essen hatten wir auf dem Boot (wie schon öfter) einen gemeinsamen Video-Abend.

 

17. Niue - Auckland, 19. – 27.Oktober 2018 + 44 Fotos

Der 19. Oktober ist in Niue ein besonderer Staatsfeiertag. Diesmal wurde nicht nur der 44 Jahre alten Constitution gedacht, sondern auch das neue Kulturzentrum mit langen Reden und anschließendem Essen eingeweiht. Davor besichtigte ich aber noch die Tavala Arches und schnorchelte im Matapa Chasm und in den Limu Pools. Am 20. spielte ich nochmals auf dem Thürmer-Klavier. Nachmittags waren wir auf dem Katamaran Uno Mas eingeladen. Am 21. kam die Segelmacherin unsere Segel ausmessen und wir besuchten sie auf ihrem Trimaran Askari. Nachmittags waren dann die Segler von Uno Mas bei uns zum Essen eingeladen. Am 22. sah ich im Internet, dass es schwierig würde, Auckland vor Ende des Monats zu erreichen, wenn ich mit Second Summit nach Vava’u segeln würde. So buchte ich einen Flug von Niue nach Auckland für den 26. Ich spielte wieder auf dem Keyboard der Mormonen und am Abend machte ich mir mit Maizena eine Pizza. Am 23. brachte ich mein Gepäck an Land, erhielt aber auf meinen Wunsch, an der Kirche der Mormonen mein Zelt aufzuschlagen eine negative Antwort. Danach wurde ich von Nems eingeladen, bei seiner Familie aus Fiji zu bleiben. Am 24. und am 25. regnete es den ganzen Tag. Ich beobachtete die Abreise von Second Summit und kümmerte mich um die Flugbuchung. Da die Kommunikation mit den Agenturen über die ich gebucht hatte, nicht gelang, frug ich in der lokalen Agency nach, der 2 Anfragen für mich vorlagen, die aber noch nicht bestätigt waren. Nachmittags versuchte ich in Utuko zu schnorcheln, aber die Taucherbrille beschlug immer wieder und am Ende brach die schon beschädigte Befestigung ab. So übte ich noch am Keyboard. Am 25. kam der Frachter, den wir schon am 15. gesehen hatten. Ich besuchte das neue Museum. 2004 war bei einem Zyklon das alte durch Überschwemmung zerstört worden. Dabei gingen über 90% der Ausstellungsstücke verloren, so dass die Präsentation nun vorwiegend aus guten Kopien besteht. Die Flugbuchung war inzwischen berichtigt worden, ein 2. Gepäckstück konnte aber nicht vorher, sondern nur beim Check-In am Flughafen gebucht werden. Nachmittags übte ich wieder und am Abend besuchte ich Elsmarie, eine Deutsche, die hier seit 2 Jahren wohnt. Am 26. brachten die Fijianer mich zum Flughafen. Nach dem Check-In hatte ich noch etwas Zeit und spielte Elsmarie am Keyboard vor, die mich anschließend wieder zum Flughafen brachte. Da ich die Datumsgrenze überflogen hatte, war in Auckland schon der 27. Oktober. Paul holte mich vom Flughafen ab und wir fuhren zur Oaklandslodge, diese war aber, wie mehrere andere Backpacker-Hostels ausgebucht. Als Paul bei Helen frug, ob ich in seinem Office schlafen könne, lud sie mich ein, bei ihr zu übernachten, wo ich allen Komfort einer guten Wohnung hatte.