Reise Neuseeland – 3. Nordinsel, 2. 3. – 17. 4. 2018 – Fotos bei flickr und bei Facebook

Reise „Down Under“ (1.Teil: Australien, 2. Neuseeland - Südinsel)

8. Auckland - WhangareiOpua - Piha, 18. 4. – 11. 5. 2018 + 99 Fotos

Am 18. April besuchte ich den Cembalobauer Paul Downie, stimmte und spielte seinen Hammerflügel nach Stein und das Tafelklavier von Collard (ähnlich aber besser funktionierend als mein eigenes). Am 19. fuhr ich nach Whangarei, wo ich meine Anzeige „Heading North?“ aufhängte und weiter nach Opua. Im Yachtclub erhielt ich die Auskunft, dass Terry nach Tahiti segeln will und nahm an einem Quizabend teil, den die Voyagers (mein Tisch) gewannen. Am nächsten Morgen suchte ich Terry, fand ihn in Carters Laden und wir stellten fest, dass wir uns im Mai 2016 in Panama kennengelernt hatten. Leider hat er aber seine Crew für Tahiti schon komplett. Nachdem ich noch Anzeigen aufgehängt hatte, fuhr ich per Fähre nach Russell, auf den Flagstaff Hill, zurück nach Whangarei und übernachtete in Waipu. Am 21. wanderte ich in Waiwhiu zum Dome Lookout und sah mir Start- und Landeplatz am Moir Hill an, bevor ich über Helensville nach Auckland zurückfuhr, wo ich am Abend das Orgelkonzert von Olivier Latry in der Trinity Cathedral genoss. Am Sonntag war ich in den Gottesdiensten in St Mathew und St Patrick’s, wo James Tibbles anschließend eine Orgelführung gab. Weiter hörte ich um 2 das Orgelkonzert von Christopher Wrench in der Town Hall. Am Abend konnte ich mit einem Orgelbauer der Fa. Nicholson, den ich in St Patrick’s kennengelernt hatte, durch die große Orgel der Holy Trinity Cathedral gehen. Am 23. durfte ich diese Orgel nochmals über 3 Stunden spielen, ebenso am 24. die 3-manualige Orgel von St Mary’s, der Holzkirche daneben. Am 25. versuchte ich vergeblich in Kariotai mit meinem Gleitschirm zu starten – der Wind war so stark, dass ich rückwärts getrieben wurde. Nachdem ich in Stillwater übernachtet und das alte Klavier (mit Parallelbezug, leider fehlen Mechanikteile) gestimmt hatte, fuhr ich am 26. wieder über Whanganui nach Opua. In beiden Häfen suchte ich nach Seglern nach Tahiti. Auch traf ich mich nochmals mit Terry. Am 27. fand ich verschiedene Segler, die aber ihre Crew schon komplett hatten. Am Abend nahm ich an einem Seglertreffen (mit reichlichem Essen und guter Seglerband) in der Community Hall teil. Am 28. gab's Sturm und Regen. Ich übte auf dem Klavier (zwar nur wenige Jahrzehnte alt, aber nicht gut gepflegt) der Community Hall 3 Stunden, dann fuhr ich über Whangarei nach Waipu. Nach einer weiteren Nacht mit Sturm und Regen war das Wetter am nächsten Morgen besser. Ich machte vor Sonnenaufgang einen Rundgang durch Waipu und fuhr nach dem Frühstück zu den Whangarei Heads, wo ich zunächst den Mt. Manaia Track ging, dann bei niedriger werdenden Wolken von Ocean Beach aus nach Peach Cove und den Gratweg auf den Mt. Lion wanderte. Zum Abendessen war ich in Opua bei Terry mit seiner Crew, die in den nächsten Wochen ein 66Fuß langes Schiff nach Tahiti segeln. Am 30. fuhr ich zurück nach Auckland und besichtigte in Waipu ausführlich das Museum über die Geschichte der schottischen Siedler. Am 1. Mai hörte ich in St Matthew Lisa Chou am Yamaha-Flügel mit Chopin’s 1. Ballade und Poulenc’s Barbar, the little Elephant, mit von Donogh Rees lebendig vorgetragenem Text. Weiter besichtigte ich 2 kleine Boote, die zum Verkauf angeboten wurden und nachdem ich keinen Erfolg bei meiner Suche nach einer Mitsegelmöglichkeit gefunden hatte, buchte ich den Flug nach Tahiti für den 11. Mai. In den nächsten Tagen lag der Fokus auf Reisevorbereitungen mit Waschen, Brotbacken, Aufräumen und Probepacken. Am 3. übte ich 3 Stunden auf der pneumatischen Orgel von St. Benedict und kaufte das Seabird 3.2, ein Dinghi mit Besegelung und Rudern. Abends fuhr ich nach Cornwallis und wanderte zum Memorial. Am 4. fuhr ich mit Benny nach Karekare, wo wir zum Wasserfall und weiter Taraire Track und Zion Hill Track gingen. In Piha beobachteten wir zahlreiche Surfer in der starken Bandung, gingen zu den Kitakita Falls und auf den Lion Rock. Am 5. übte ich in St Matthew auf der Orgel und dem excellenten Yamaha-Flügel. Abends besuchte ich das Bach unplugged Konzert mit James (Cembalo nach Zell von Paul Downie) + Sally Tibbles (Traversflöte) und NZ Barok in St Lukes mit sehr schönem Programm: 1. Ouvertüre, Cembalokonzert d-moll, 5. Brandenburgisches Konzert und 4 Sätze aus Kantaten (instrumental, etwas zu schnell). Sonntag war ich zum Sung Eucharist in St Matthew, anschließend Gespräch, Essen mit Paul, lange geübt, dann zum Evensong in Holy Trinity Cathedral. Am 7. fuhren wir per Fähre zur Insel Rangitoto, stiegen auf den Vulkan, wanderten den Krater-Rundweg und stiegen in die Lava-Caves. Mühsam war der durch Lavafelder zur Boulder Bay, einem Schiffsfriedhof. Am 8. kaufte ich in Papakura den Außenborder und brachte ihn zum Dinghi nach Waiuru. In Kariotai war der Wind wieder stärker als vorhergesagt, ich lernte einen Gleitschirmflieger aus Tahiti kennen und versuchte am Strand etwas Groundhandling, hatte danach aber viel Arbeit, den Schirm wieder sauber zu packen. Am Abend bekam ich von Dean meine an ihn gelieferte Handy-Tasche und stellte ihm Benny vor. Am 9. fuhr ich mit Benny nach Coromandel. Wir bestiegen den Castle Rock und trafen oben 2 Frauen aus Whitianga und Kletterer aus Canada. Weiter besuchten wir die Waiau Falls und gingen den Kauri Grove Lookout Walk. An der Ruffin-Halbinsel blendete uns die Sonne, von der Passhöhe des SH 25 hatten wir gute Sicht und über Whitianga und Tairua (Sonnenuntergang) ging’s zurück nach Auckland. Am 10. ließ ich den überfälligen Ölwechsel machen und am Nachmittag konnte ich über 5 Stunden auf den ausgezeichneten Tasteninstrumenten im Early Music Studio der Universität spielen. Am 11. bringt Benny, der meinen Toyota in den kommenden Monaten fahren wird, mich zum Flughafen, denn ich fliege nach Tahiti und damit beginnt mein nächster Reiseabschnitt: die Inseln des Südpazifik.

 

7. Thames - Coromandel – Auckland, 8. – 17. 4. 2018 + 92 Fotos

Am 8. April fuhren wir von Thames zum markanten Castle Rock. Schon vom Parkplatz aus sahen wir, wie jemand auf einer zwischen den beiden Gipfeln gespannten Slackline balancierte und hörten eine Trommel dazu. Wir stiegen hinauf, genossen die Aussicht, sahen den Artisten zu und unterhielten uns mit ihnen. Weiter fuhren wir nach Coromandel, Doro fotografierte an der Ruffin-Halbinsel und wir gingen von der Passhöhe des SH 25 aus den Track zum Kaipawa Trig. Leider ist der Gipfel so bewaldet, dass er keine Aussicht bietet, aber kurz unterhalb hatten wir gute Ausblicke. Am 9. bekam ich in Thames einen gebrauchten Reifen und wir fuhren über Tairua mit kurzem Stopp an der Passhöhe zum Riverglen Holiday Park bei Coroglen. Am 10. besuchte Doro Cathedral Cove, wir nutzten das Internet der Library in Whitianga und übernachteten im Papa Aroha Holiday Park an der Westküste. Am 11. fuhren wir die Ostküste hinauf nach Stony Bay und ich stieg teils weglos zum Moehau. Am 12. besuchten wir von Coromandel aus in Waiau die Falls und gingen den schönen Kauri Grove Lookout Walk. Über Whitianga und per Gravel Road über Tapu fuhren wir nach Thames. Am 13. spielte ich in Thames kurz Orgel und Klavier in St James. Nach Besuch der Library fuhren wir über Kaiaua und Manurewa nach Auckland, wo ich in St Matthew übte während Doro sich ein Tatoo stechen ließ. Da es das ganze Wochenende regnete zogen wir am 14. in die Oaklands Lodge. Am Sonntag besuchte ich die Messe in der übervollen St Patrick’s Cathedral und spielte anschließend auf der mechanischen Orgel. Nachmittags besuchte ich das Auckland Museum. Besonders beeindruckte mich die Maori-Schnitzkunst. Ich spielte kurz die Orgel in St Paul’s und hörte den Evensong in St Matthew mit excellentem jungen Chor, an der Orgel sehr einfühlsam begleitet von Paul Chan. Am 16. holte Doro Frauke ab, die eine Woche auf der Insel Waiheke verbracht hatte. Am Abend trat Doro ihren Rückflug nach Düsseldorf (über Dubai und London) an. Am 17. ließ ich das von den vielen Gravel Roads ziemlich schmutzige Auto waschen, kaufte Ersatz für löchrige Socken, Hemd + Stecker, ging auf den Mt. Eden und war am Abend nochmals in St Matthew um 2 Organisten zu zeigen wie sie die Orgel stimmen können und über die Interpretation von Bach’s Praeludium + Fuge h-moll zu diskutieren.

 

6. Hukatere - KerikeriKawakawaWaipu – Auckland - Thames, 30. 3. – 7. 4. 2018 + 99 Fotos

Im Utea Park begeisterte uns eine Katze mit zwei 6 Wochen alten Jungen. Auf dem Rückweg zur Straße sahen wir Wildpferde. Weiter fuhren wir am 30. März nach Mangonui, wo Doro besonders gute Fish & Chips aß. An der Matauri Bay stiegen wir zum Denkmal für die Rainbow Warrier. In Kerikeri besuchten wir die Rainbow Falls und das alte steinerne Kemp House mit interessantem Laden. Rewa's Maori Village war leider schon geschlossen. Wir besichtigten noch die Haruru Falls, fuhren nach Waitangi und übernachteten im Seaview Campervan Park in Paihia. Am 31. fuhren wir nach Kawakawa, wo wir die von Hundertwasser gestalteten Toiletten besichtigten, in einem schönen Laden mehr über ihn fanden und am Bahnhof gut bewirtet wurden. Weiter ging’s nach Whananaki zur längsten Footbridge der südlichen Hemisphäre. Doro badete in Woolleys Bay und wir fuhren nach Whangarei, besuchten die Falls und die Abbey Caves. Zum Übernachten fuhren wir nach Waipu, wo Backpacker uns mit Gitarrenspiel erfreuten. Am 1. April gingen wir wie zahlreiche andere Besucher in die Waipu Caves. Auf der Weiterfahrt nach Pakiri gefielen mir die Mural Paintings an den Toiletten in Waipu Cove, wo Doro badete. Von Pakiri fuhr ich am 2. zurück nach Auckland, wo ich über 5 Stunden in St Matthew’s übte und am Abend fast 3 Stunden auf der von Klais renovierten Orgel der Town Hall spielen konnte. Dort begeisterte mich besonders die Intonation der beiden Maori-Register, ich fühlte mich erinnert an die Erwitta, die Aubertin für Ralf Borghoff intoniert hat. Doro traf sich mit Frauke und sie besuchten am 3. Whangarei, wo sie im Native Bird Sanctuary den einbeinigen Kiwi Sparky streicheln durften. Am 5. spielte ich auf der 4manualigen Willis-Orgel in St Matthew-in-the-City ein Lunchtime Organ Recital. Abends besuchten wir Dean und wir aßen meinen Nudelauflauf mit seinen Eltern. Am 6. ging Doro mit Moxham’s Hund spazieren und wir fuhren nach Thames (Dickson Holiday Park). Am 7. stiegen wir vom Kauaeranga Valley auf die Pinnacles. Auf der Rückfahrt hatten wir eine Reifenpanne und konnten Neuseeländer anhalten, die uns beim Radwechsel halfen. Als wir das Rad abgenommen hatten rutschte das Auto vom Wagenheber, aber mit einem zweiten und Steinen an den anderen Rädern gelang der Wechsel.

 

5. Whangaparaoa - Pakiri – Kauri Park – Cape Reinga, 27. - 29. 3. 2018 + 92 Fotos

Am 27. März wanderten wir im Shakespear Open Sanctuary Park bei Whangaparaoa zum Waterfall Gully und zum Aussichtspunkt. In Warkworth trafen wir uns mit Johnny, den Doro in Taupo kennengelernt hatte. Über Matakana und Leigh fuhren wir nach Pakiri, wo wir im Beach Holiday Park übernachteten. Am 28. fuhren wir den SH12 nach Norden. In Tokatoka stiegen wir auf den steilen Aussichtsgipfel. Im Trounson Kauri Park gingen wir den Rundweg zu den Four Sisters und bestaunten die großen Kauri-Bäume. Wir besuchten Te Matua Ngahere mit sehr dickem Stamm und Tane Mahuta, den 2000 Jahre alten größten Kauri-Baum. Am Abend versuchten wir einen Blick auf die Koutu Boulders zu werfen, aber der Wasserstand war zu hoch. An der Okopako Wilderness Farm erlebten wir am nächsten Morgen eine wundervolle Stimmung mit Blick über die Wolken. Wir fuhren in Rawene auf die Fähre, die auch sogleich ablegte. Über Herekino gelangten wir nach Ahipara, wo wir auf den Berg fuhren, um einen guten Blick über die Bucht zu haben. In Kaitaia gingen wir in die Bibliothek mit schönem Museum. Anschließend fuhren wir in Waipapakauri an den berühmten Ninety Mile Beach. Über den SH1 ging’s dann weiter zu den großen Dünen in Te Paki, wo Doro eine Wanderung unternahm. Schließlich erreichten wir Cape Reinga, wo wir die Wanderung zu diesem beeindruckenden Punkt am Nordende Neuseelands absolvierten. Beim Einbruch der Dunkelheit erreichten wir Hukatere mit dem günstigen Utea Park am Ninety Mile Beach.

 

4. Waitomo - Raglan – Auckland – Coromandel, 18. - 26. 3. 2018 + 99 Fotos

Am 18. März fuhr ich über Cambridge nach Waitomo. Dort nahm ich an der Führung durch die Glühwürmchenhöhle teil. Zunächst geht man in einen großen erleuchteten Raum, am Ende aber wird man in Kähnen über einen See ruhig und ohne künstliches Licht zum Ausgang getreidelt, so dass die Glühwürmchen voll zur Geltung kommen. Auf der Weiterfahrt sah ich mir die Mangapohue Natural Bridge, ging in die überschaubare Piripiri Cave und genoss die herrlichen Marokopa Falls, bevor ich im überaus ruhigen Kawia ankam. Nach kurzem Gang durch’s Museum und durch den Ort, fuhr ich weiter zu den lohnenden Wairenga Bridal Veil Falls mit über 261 Stufen erreichbaren 3 Aussichtspunkten. Von dort ging’s ins touristische Raglan mit seiner alternativ lebendigen Atmosphäre. Im Solscape hatte ich eine angenehme Unterkunft mit guten Gesprächen. Am 19. bestieg ich den Mt Karioi. Am Nachmittag fuhr ich nach Auckland zu Laura und Dean, mit denen ich im Juni 2016 durch den Panamakanal gefahren bin. Am 20. arbeitete ich am Laptop, schrieb mehrere Emails und besuchte in Auckland auch kurz St. Matthews, wobei ich die Möglichkeit fand, dort am 5. April ein Lunchtime Recital zu spielen. Abends lernte ich Deans Eltern kennen und nahm das Angebot wahr, für 2 Nächte bei ihnen zu schlafen. Am 21. übte ich lange in der Methodist Church an der Orgel. Am 22. stieg ich auf den Mt Williams, der aber z.Zt. nicht zum Gleitschirmfliegen genutzt wird und fuhr über Thames nach Coromandel und mit einem französischen Anhalter dort mehrere Gravel Roads zur Otautu Bay, nach Port Charles, zur Waikawau Bay und über Tuateawa zurück nach Coromandel, wo ich im Top 10 Holiday Park blieb. Am 23. März fuhr ich über Whitianga nach Hahei, per Shuttle-Bus zum Parkplatz und ging den Weg zum Cathedral Cove. Weiter fuhr ich mit mehreren Aussichtsstopps nach Whangamata, wo ich Doro und Frauke abholte, die wegen des Oldtimer-Festivals dorthin getrampt waren. Zusammen fuhren wir nach Auckland, wo ich mich am Abend mit Brian, einem erfahrenen Bergsteiger, traf. Am 24. stieg Doro auf den Mt Eden, wir besuchten in Auckland das Pasifika-Festival und blieben im North Shore Holiday Park. Am 25. erhielt ich mein Portemonnaie zurück, welches ich am 23. in Hahei verloren hatte und wir besuchten außer Pasifika das Auckland Arts Festival am Silo-Hafen und abends Feuer-Jongleure in Mission Bay. Dazwischen nahm ich am Evensong in der Holy Trinity Cathedral teil, einem neuen Gebäude mit kleinem Chor (11 SängerInnen, doppelchörig) aber großer (und oft zu lauter) Orgel. Am 26. besuchten wir die Library in Birkenhead, ich bekam Ersatz für das beim Toyota beschädigte Rücklicht und nach Besteigung und Rundblick vom Mt Victoria in Devenport fuhr ich mit Doro weiter zum Stillwater Motor Camp bei Whangaparaoa.

 

3. TongariroWaiotapuRotorua - Hobbiton, 14. - 17. 3. 2018 + 99 Fotos

Am 14. März fuhr ich frühmorgens zum nördlichen Endpunkt des Tongariro-Crossings. Der Ketetahi-Parkplatz war schon geschlossen, und so musste ich hinter vielen anderen Autos an der Straße (SH46) parken. Auf dem Anstieg zur Ketetahi Hut gab’s noch etwas Nieselregen, danach wurde das Wetter immer besser und mir kamen immer mehr Wanderer entgegen (an diesem Tag ca. 500), die das Tongariro-Crossing in der normalen Richtung gingen. Als ich nach den schön farbigen Seen an der höchsten Stelle angekommen war und den Grat vor mir sehen konnte, zu dem ich am 11. vom Mangatepopo-Valley aus gewandert war, begegnete ich Wanderern, die gerade vom Tongariro-Gipfel kamen und mir die Besteigung empfahlen. Ich ging über die Grate dorthin und genoss die Rundsicht. Auf dem Rückweg begegneten mir nur noch wenige Mitgeher und vom Parkplatz fand ich eine Mitfahrgelegenheit zur Straße, so dass meine Wanderung nach etwas weniger als 11 Stunden zu Ende war. Für den nächsten Nachmittag war Regen angesagt und ich erwartete Doro und Frauke, die von Wanganui zu mir trampen wollten. So fuhr ich am 15. ins Whakapapa Village und ging dort zu den Taranaki Falls. Dort begegnete ich einer Jugendgruppe, die sich auf’s Abseiling vorbereitete und unterhielt mich mit deren Führer. Weiter fuhr ich nach Iwikau hinauf und besuchte die beeindruckende Meads Wall, an der Szenen für „Lord of the Rings“ gedreht worden waren. Nachdem ich beim Warten in National Park die Nachricht bekam, dass Doro + Frauke in Raetihi gelandet waren, fuhr ich dorthin, und gemeinsam fuhren wir über Ohakune und Waiouru nach Taupo, wo wir im freien Camping an Reids Farm übernachteten. Am 16. nutzten wir zunächst das Wifi der Library und fuhren dann nach etlichen Einkäufen zu den Huka Falls und den Craters of the Moon, bevor wir uns wieder trennten. Doro und Frauke trampten zurück zum Tongariro-Crossing, wo sie den Sonnenaufgang am Berg erleben wollten und ich fuhr weiter bis zur Waiotapu Tavern. Am 17. März besuchte ich das Waiotapu Thermal Area mit den verschieden farbigen Kratern, sah die planmäßige Eruption des Lady Knox Geysers und fuhr weiter nach Rotorua. Dort war das Museum leider geschlossen (nicht erdbebensicher) und so fuhr ich nach einem Rundgang mit zahlreichen heißen Quellen weiter zu den Okere Falls. Für die Hamurana Springs hatte ich nicht viel Zeit, da ich für den Nachmittag eine Führung in Hobbiton gebucht hatte. Diese war sehr schön, viele Besucher stellten Szenen aus den Filmen nach und ließen sich so fotografieren, und die Tochter des Farmers, die uns führte, erzählte viele Details von den Filmarbeiten. Am Lake Karapiro fand ich einen guten Campingplatz.

 

2. Whanganui River – Taupo, 12. + 13. 3. 2018 + 83 Fotos

Am 12. und 13. März war schlechteres Wetter vorhergesagt. Die Whanganui Journey, eine mehrtägige Kanutour war nicht möglich, weil durch das Hochwasser die Straße nach Whakahoro weggebrochen war. So fuhr ich am 12. von Raetihi, die fruchtbarer werdende Vegetation genießend, nach Pipiriki und von dort die kurvige Talstraße nach Wanganui hinab. An den Ufern waren deutlich die Spuren des Hochwassers zu sehen. Ausführlich besichtigte ich Jerusalem, eine Kirche und ein Konvent mit besonderer Atmosphäre und Geschichte. In Wanganui spielte ich mehrere Stunden auf der Orgel in der Kapelle der Jane Winstone Seniorenresidenz bevor ich über den State Highway 4 mit manchen Stopps in der schönen Landschaft zurückfuhr. Ein Anhalter, der uns vom Lakefront Backpacker in Te Anau kannte, empfahl mir die Howards Lodge in National Park, in der ich dann auch 3 Nächte schlief. Am 13. fuhr ich über den Te Ponanga Saddle nach Turangi und weiter nach Taupo, wobei ich einen Maori aus Hatepe mitnahm. In Taupo versuchte ich vergeblich Dinkel- oder Roggenbrot zu bekommen, dann besichtigte ich die Wairakei Terraces mit heißer Quelle, den wilden Huka Fall, ging mehrere km den Waikato River entlang und genoss den Rauch und das Fauchen der geothermischen Craters of the Moon.

 

1. Wellington – Napier – TaranakiRuapehu - Tongariro, 2. – 11. 3. 2018 + 99 Fotos

Am 2. März besuchte ich zunächst bei einem ersten Stadtrundgang durch Wellington Old St Paul’s. Mittags hörte ich das Recital in der Cathedral, wo Michael Stewart zugunsten der Reparatur der beim Erdbeben beschädigten Orgel das 10. Ordre von François Couperin auf dem Cembalo spielte. Anschließend spielte ich selbst kurz dieses Instrument und lernte Emily kennen, die ebenfalls etwas spielte. Mit dem Capital Gateway Motor Inn fanden wir einen guten Platz für die nächsten 3 Nächte. Am Abend besuchten wir wie auch am Samstag das Festival. Samstag spielte ich zunächst 2 Stunden auf der mechanischen Orgel in Old St Paul’s. Mittags waren wir dann mit Emily verabredet und spielten Orgel und Klavier in der Presbytarian Church in Lower Hutt. Am Nachmittag spielte ich nochmals über 2 Stunden an der großen Orgel in St Peters Anglican. Sonntag war ich zum Gottesdienst (mit Bach-Arie) in St John’s und spielte dort anschließend eine Stunde. Am Nachmittag hörte ich im Theosophical Society House ein Konzert von Lucinda Moon, die die 2. Sonate und die 2. Partita von J.S. Bach auf der Violine spielte. Dazwischen spielte Robert Petre die Allemande aus BWV 828 auf einem Cembalo nach Taskin, welches ich nachher noch kurz probierte. Anschließend genoss ich die Aussicht vom Mt Victoria und den Schluss des Newtown-Festivals. Am 5. nahmen wir an einer Tour durch die Weta Studios teil, bekamen die Technik erläutert und die Kostüme und Modelle zu sehen, die bei bekannten Filmen (Hobbit, Lord oft the Rings...) verwendet wurden. Am Nachmittag fuhren wir bis Levin, wo wir im Kiwi Holiday Park blieben. Am 6. fuhren wir nach Napier, nahmen dort an der Art-déco-Führung teil und übernachteten nach dem Abklingen des heftigen Regens im Clifton Motor Camp. Am 7. konnte ich die viermanualige Orgel der St John's Cathedral, ein hervorragend intoniertes Instrument, spielen. Auch der Blüthner-Flügel gefiel uns ähnlich gut wie unserer zuhause. Am Nachmittag fuhren wir nach Palmerston North, wo wir bei den Isländern Mona + Darri den Komfort ihres neuen Hauses genießen durften. Doro hatte Wellington so gut gefallen, dass sie zu ihrem Geburtstag noch einige Tage dort verbrachte. Nachdem ich morgens auf der Orgel in St Peter’s Anglican geübt und mit Doro gegessen hatte, fuhr ich am 8. weiter nach Wanganui, wo der Fluss durch den starken Regen über die Ufer getreten war und viele Bäume mitführte. Im Hawera Holiday Park fand ich einen günstigen Platz, um am 9. weiter nach New Plymouth zu fahren. Nachdem ich dort in der Library das Internet benutzt hatte, fuhr ich hinauf nach North Egmont zum DOC-Center am Mt Taranaki, dessen herrliche Ansicht diese ganze Gegend prägt. Ich entschied mich aber, über den Forgotten World Highway weiterzufahren, eine kurvige Straße durch sehr kleine Orte, u.a. die freie Republik Whangamomona. Am Anfang stand die Leuchttafel „Road closed“, es kamen mir aber große LKW’s entgegen und die Regenschäden waren auch bei den engen Stellen soweit geflickt, dass sie passierbar waren. Ich übernachtete im schön gelegenen Taumarunui Holiday Park und fuhr am 10. März früh nach Ohakune. Vom Straßenende stieg ich über die Pisten zur obersten Station des Turoa Skifields und dann nach heikler Querung der Eisrinne über die Skyline Ridge steil aber gut im festen Fels zum Tahurangi, dem mit 2797 Metern höchsten Gipfel des Ruapehu und der Nordinsel Neuseelands. Bei herrlichem Sonnenschein hatte ich eine optimale Rundsicht. Auf dem Rückweg mied ich die Eisrinne und blieb weiter im Blockwerk des Grates bis ich zur Seilbahn unschwierig queren konnte. Am Abend versuchte ich vergeblich in der Gegend um Whakapapa einen Übernachtungsplatz zu bekommen und fuhr zurück nach Okahune, wo ich beim LKNZ Backpackers eine gute Unterkunft bekam. Auch am Sonntag hielt das gute Wetter an. Nachdem ich etliche Fotos vom Ruapehu gemacht und durch National Park bis zum Iwikau Village gefahren war, parkte ich im Mangatepopo Valley die maximal erlaubte Zeit von 4 Stunden und ging den Westteil des Tongariro-Crossings durch eindrucksvolle Vulkan-Landschaft bis zum Grat hinter dem South Crater und wieder zurück. Zum Übernachten fuhr ich in den günstigen Raetihi Holiday Park.